Kategorie: Jugendgruppe

Aus der Jahreshauptversammlung – Trotz Corona ein ereignisreiches Jahr

5. März 2021

Corona hat auch bei der Wasserwacht Ortsgruppe Töging-Winhöring seine Spuren hinterlassen – keine Schwimmkurse, nur wenige Ausbildungsmöglichkeiten und schwindende Einnahmen. Dennoch gestaltete sich das vergangene Jahr 2020 anders als erwartet, denn es endete mit einem Einsatzrekord. Davon berichtete Vorsitzender Martin Wiedenmannott unlängst in der virtuellen Jahreshauptversammlung.

35 Mitglieder hatten sich vor den Bildschirmen eingefunden, um die Berichte des Vorstandes zu hören. Die Neuwahlen waren bereits zuvor in einer kurzen Präsenzveranstaltung durchgeführt worden.

Martin Wiedenmannott berichtete von 27 Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe (SEG), dem Aushängeschild der Ortsgruppe. Nie zuvor hatte die SEG in ihrer 50-jährigen Geschichte so viele Alarmierungen zu verzeichnen. Dabei waren alle Arten von Einsätzen vertreten: Von treibenden Personen über eine Bootsbergung bis hin zu Tierrettungen und Totenbergungen waren die Anforderungen an die Einsatzkräfte groß. Einsatzschwerpunkt war wie in jedem Jahr der Innkanal mit alleine 14 Einsätzen. Die anderen Einsatzorte waren am Inn, an der Isen, am Isenkanal und an einem Bach. Mehr als 30 Aktive der Wasserwacht-Ortsgruppe stehen Tag und Nacht bereit, um zu Notfällen auf und am Wasser auszurücken. Alarmiert wird die Schnelleinsatzgruppe durch die Integrierte Leitstelle Traunstein.

Eine Besonderheit waren die im Frühjahr eingerichteten Bereitschaftsgruppen, die an Samstagen und Sonntagen in festen Gruppen im Dienst waren. Grund war der große Freizeitdruck, der im April wegen des schönen Frühlingswetters und der geschlossenen Badeanstalten entstanden war. So tummelten sich an den Wochenenden zahlreiche Spaziergänger und auch Schwimmer an den heimischen Seen und Flüssen. Die Bereitschaftsgruppen der Wasserwacht bestreiften an sieben Wochenenden die Flüsse und Seen rund um Töging und Winhöring.

Anders als üblich gestaltete sich im abgelaufenen Jahr der Dienst im Freibad Hubmühle. Vor der Öffnung des Bades im Juni hatte die Wasserwacht ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Dieses betraf nicht nur die Badegäste, die sich hilfesuchend an die Rettungsschwimmer der Wasserwacht wandten, sondern auch die Einsatzkräfte selbst. Durch die verkürzte Badesaison und die Einschränkungen bei der Mannschaftsstärke kamen im Freibad „nur“ 1.603 ehrenamtliche Wachstunden zusammen. Ein im Vergleich zu regulären Jahren etwa halbierter Wert. 144 mal leistete die Wasserwacht im Hubmühlbad Erste Hilfe, wobei zum Glück kein schwerwiegenderes Ereignis zu verzeichnen war.

Insgesamt summierten sich die Dienststunden auf 6.445. In einem „normalen“ Jahr leisten die Wasserwachtler um die 17.000 Stunden.

Auch im Bereich Ausbildung hat das Corona-Virus seine Spuren hinterlassen. So konnte im Jahr 2020 kein Anfängerschwimmkurs für Kinder angeboten werden, weil die Auflagen der Wasserwacht Bayern den Ortsgruppen-Verantwortlichen viel zu hoch erschienen. Vorsitzender Martin Wiedenmannott drückte seine Besorgnis über die weiter schwindenden Schwimmfähigkeiten der Kinder und Jugendlichen aus. Auch bei der Ausbildung der eigenen Einsatzkräfte gab es wegen kaum stattfindender Lehrgänge erhebliche Einschnitte. Immerhin eine Aktive konnte sich zur Wasserretterin qualifizieren, eine Aktive bestand die Prüfung zur Motorbootführerin und mit Michael Kammhuber hat die Ortsgruppe nun einen siebten Einsatztaucher in ihren Reihen. Überhaupt bildet das Rettungstauchen derzeit einen Ausbildungsschwerpunkt, denn weitere drei Wasserwachtler befinden sich in Ausbildung.

Recht schnell erkannte die Ortsgruppenleitung, dass neue Methoden der Ausbildung notwendig werden. So findet der wöchentliche Übungsabend bereits seit Herbst jeden Freitag online statt und wird von den Mitgliedern rege in Anspruch genommen. Auch praktische Themen, wie z.B. Wundversorgung, können auf diese Weise durchgeführt werden.

Beim Personalstand tritt die Ortsgruppe derzeit auf der Stelle. Zwar ist dieser mit momentan 279 Mitgliedern befriedigend, dennoch konnte aufgrund der Pandemie und fehlender Veranstaltungen kaum Mitgliederwerbung betrieben werden. Dies berichtete auch der scheidende Jugendleiter Korbinian Ebner in seinen Ausführungen. Seinen Angaben zufolge war es 2020 sehr schwierig, Kinder und Jugendliche für die Wasserwacht-Arbeit zu gewinnen. Gruppenstunden konnten nur in sehr geringem Umfang stattfinden, an ein Schwimmtraining war kaum zu denken. Gleichzeitig verließen einige Jungmitglieder wegen Alters die Jugendgruppe und gingen in die aktive Mannschaft über. So muss im Jahr 2021 besonderer Wert auf die Gewinnung von Neumitgliedern gelegt werden. Die neue Jugendleitung plant hierzu schon Aktionen, deren Durchführung aber von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängen.

Von einem sehr soliden Kassenstand berichtete Kassierin Petra Wiedenmannott. Zwar fielen durch den Entfall verschiedener Veranstaltungen wie z.B. des Töginger Stadtfestes etwa 5.500 Euro an fest eingeplanten Einnahmen weg, auf der anderen Seite mussten im Jahr 2020 aber auch kaum größere Investitionen getätigt werden. Dennoch mahnte die Kassierin, sich nicht wegen des guten Kassenstandes auszuruhen, denn im Jahr 2021 stehen große Investitionen in eine neues Einsatzfahrzeug, in die Renovierung der Einsatzzentrale und in neue Sonartechnik an.

Abschließend warf der Vorsitzende einen Blick in die nahe Zukunft. Im Jahr 2021 jährt sich zum fünfzigsten Mal die Gründung der Schnelleinsatzgruppe (SEG). Diese war im Jahr 1971 vom damaligen Wasserwachtleiter Reinhard Wiedenmannott als Reaktion auf verschiedene Unglücksfälle eingerichtet worden. Heute gibt es diese mobilen Einsatzgruppen bayernweit flächendeckend, doch vor 50 Jahren war eine solche Truppe eine Besonderheit. Die SEG Töging war eine der ersten mobilen Wasserrettungseinheiten in Bayern überhaupt. Um das Jubiläum gebührend zu begehen, plant die Ortsgruppe mehrere Veranstaltungen, die jedoch alle vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängen.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 16. März 2021

Pressebericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom 20. März 2021

Weihnachtsfeier der Jugendgruppe

20. Dezember 2019
Zusammen mit ihren Eltern und den Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern feierten die Mitglieder der Wasserwacht-Jugendgruppe im Lehrsaal der Rettungswache.
Neben besinnlichen Elementen hatten die Jugendlichen auch wieder einen Showteil einstudiert. In diesem Jahren waren es die Blues Brothers, die als Stargäste den Lehrsaal rockten.

Schwimmbadfest im Hubmühlbad

20. Juli 2019

Über 2.200 Besucher tummelten sich beim Freibadfest im Töginger Hubmühlbad. Das von vielen Vereinen mitgetragene Fest lockte am Nachmittag vor allem Kinder an die zahlreichen Spielestationenen. Die Wasserwacht war mit 32 Einsatzkräften vor Ort und organisierte am Sprungturm ein Reifen-Zielspringen, das Piratenbootrennen im Mehrzweckbecken, nahm über 20 Schwimmabzeichen ab und stellte auf der Liegewiese die Einsatzfahrzeuge aus. Die Jugendgruppe verkaufte alkoholfreie Getränke an der Flossy-Bar.
Von 17 bis 22 Uhr gehörte das Freibad dann den größeren Badegästen, die bis in die Nacht die Becken des Freibades genießen durften. Am Beckenrand lockte die Poolbar der Wasserwacht mit leckeren Cocktails und am Grillstand bruzzelten Halsgrat und Würste.
Mit 15 Erste Hilfe-Leistungen war es ein eher ruhiges Fest für die Rettungsschwimmer der Wasserwacht.

Die Jugendgruppe fährt Motorboot

5. Juli 2019

Einmal im Jahr gehören die Rettungsboote der Wasserwacht ganz alleine unserer Jugendgruppe. In flotter Fahrt ging es mit den beiden Booten über die Wellen von Inn und Innkanal. Ob auch ein zukünftiger Motorbootführer mit an Bord war?

Spende für die Jugendgruppe

28. Mai 2019

Über eine Spende in Höhe von 500 Euro freut sich die Jugendgruppe der Wasserwacht Töging-Winhöring.
Melanie Häringer, Vanessa Gloß und Petra Wiedenmannott von der Frauenunion übergaben den Betrag, der aus dem Erlös des Bambini-Kleidermarktes stammt, an Jugendleiter Korbinian Ebner. Auch Gruppenleiter Tobias Wiedenmannott und Jung-Wasserwachtlerin Stefanie Wiedenmannott freuten sich über die Zuwendung.
Die Spende soll in die Beschaffung von Softshelljacken für die Mitglieder der Jugendgruppe fließen.

Sieben neue Sanitäter

23. Februar 2019

Über gleich sieben frischgebackene Sanitäter freut sich die Ortsgruppe Töging-Winhöring. Julia Blaschke, Tobias Bonengel, Tobias Grail, Tobias Maier, Lena Stölzl, Yamila Werner und Tobias Wiedenmannott haben nach 60 Unterrichtseinheiten die mündliche, theoretische und praktische Prüfung des Sanitätsgrundlehrganges erfolgreich abgelegt.
Als nächstes Ziel haben sich die jungen Wasserwachtler nun die Teilnahme an der Ausbildung zum Wasserretter gesteckt.
Zur erfolgreichen Prüfung gratulierten auch die beiden Lehrgangsleiter Günther Kronwitter und Alexander Bleninger sowie BRK-Direktor Josef Jung.

Internationaler Tag der Ersten Hilfe

 

8. September 2018

Unter dem Motto „Erste Hilfe – kinderleicht“ bot die Wasserwacht-Jugendgruppe den Besuchern des Töginger REWE-Marktes an, am Internationalen Tag der Ersten Hilfe ihre Erste Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. So konnte die Stabile Seitenlage wiederholt und die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt werden. Besonderes Interesse rief der Defibrillator hervor, den die Wasserwachtler vor Ort präsentierten. Den interessierten Besuchern wurde anschaulich demonstriert, wie einfach und selbsterklärend ein solches Gerät bei der Wiederbelebung auch von Laien eingesetzt werden kann.  Viele nutzten die Gelegenheit, das gleich einmal selbst auszuprobieren.
Einige Töginger äußerten vor Ort auch ihre Bedenken, dass sie sich unsicher fühlen und Angst haben, im Ernstfall etwas falsch zu machen. Anita Wendt, die Organisatorin der Aktion, konnte die Ängste zerstreuen: „Das Falscheste, was Sie bei einem Notfall tun können, ist nichts zu tun.“
Die Wasserwacht empfiehlt, die Kenntnisse der Ersten Hilfe regelmäßig durch die Teilnahme an einem Rotkreuzkurs aufzufrischen.

Bayerisch-Sächsisches Jugendlager

5. bis 10. August 2018

Zu einem 6-tägigen Ausbildungs-Zeltlager trafen sich 40 Wasserwachtler der Ortsgruppe Töging-Winhöring mit 20 Jugendlichen und Betreuern der Partner-Ortsgruppe Schwarzenberg-Grünhain aus dem Erzgebirge. Das Jugendlager findet in jährlichem Wechsel im Landkreis Altötting oder in Sachsen statt.
Die Kinder und Jugendlichen beider Wasserwacht-Gruppen erlebten spannende Tage im Freibad Hubmühle, wo das Zeltlager aufgebaut worden war. Neben wasserwacht-spezifischer Ausbildung im Rettungsschwimmen und in Erster Hilfe standen auch Spiel und Spaß auf dem Programm. Zahlreiche Gruppenspiele, ein Ausflug zum Fußball-Golf oder eine große abendliche „Verbrecherjagd“ im Freibadgelände sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam.
Das gemeinsame Jugendlager hat eine lange Tradition: Bereits seit 1992 finden jährlich länderübergreifende Treffen zwischen beiden Wasserwachten statt. Die Partnerschaft wurde nach der Wende gegründet, um den Aufbau der Wasserrettung in den neuen Bundesländern zu unterstützen. Die Verbindung zwischen den Ortsgruppen Töging-Winhöring und Schwarzenberg-Grünhain ist bayernweit die letzte, die noch aktiv und regelmäßig gepflegt wird.

 

 

 

 

 

 

Sechs neue „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“

23. Juli 2018

Sechs Jugendliche unserer Ortsgruppe im Alter zwischen 15 und 16 Jahren haben sich nach wochenlanger Ausbildung einer umfangreichen Prüfung unterzogen und dürfen sich nun „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“ nennen. Damit haben sie die Qualifikation erlangt, vollumfänglich am Wachdienst teilnehmen zu dürfen.
Die Prüfung beinhaltete anspruchsvolle theoretische Fragen zum Rettungsschwimmen, zur Einsatztaktik und zum Wachdienst sowie zum Einsatz des AED (automatisierter externer Defibrillator).
Auch zwei praktische Prüfungsteile waren zu bewältigen: Zum einen die Rettung einer Person aus dem Wasser mit Heraufholen aus 4 Meter Wassertiefe sowie die Reanimation eines Patienten mit Einsatz von AED und dem Legen eines Larynxtubus.
Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung!

 

Lehrgang „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“

7. Juli 2018

Sieben junge Wasserwachtler unserer Ortsgruppe absolvieren derzeit den Lehrgang „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“. Dazu fand ein Ausbildungstag am Badesee Perach statt.
Aufbauend auf dem Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Silber lernen die angehenden Rettungsschwimmer u.a. Grundlagen der Einsatztaktik, erweiterte Erste Hilfe sowie Such- und Rettungstechniken. So geschult können sie später selbständig am Wachdienst teilnehmen und qualifizieren sich für die Ausbildung zum Wasserretter.