Kategorie: Einsätze

Hund aus Innkanal gerettet

5. Juni 2021

Die Wasserwacht Töging und die Freiwillige Feuerwehr Töging wurden zusammen mit der DLRG Mühldorf alarmiert, um einen Hund aus einer misslichen Lage zu befreien.
Das Tier war am Unterwasser-Innkanal bis ans Wasser gelaufen und hineingesprungen. Wegen der steilen Böschung schaffte es der Hund jedoch nicht mehr heraus. Sein Frauchen konnte nicht eingreifen, weil an dieser Stelle große Gefahr besteht, selbst in den Innkanal zu fallen. Die Dame hat daraufhin alles richtig gemacht und die Wasserrettung alarmiert.
Die Besatzung des Töginger Rettungsbootes nahm den Hund an Bord, der sichtlich dankbar die menschliche Hilfe annahm. An der Bootseinsetzstelle konnte das Tier unverletzt der Besitzerin übergeben werden.
Zur Absicherung der Einsatzkräfte war der HvO der BRK-Bereitschaft Töging vor Ort.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 7. Juni 2021

Pressebericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom 7. Juni 2021

Zwei Einsätze an zwei Tagen

30. Mai 2021 und 31. Mai 2021

Zwei mal waren die Wasserretter der SEG Töging kurz hintereinander bei Einsätzen an Inn und Innkanal gefordert.
Nachdem ein Kanu mit 3 Personen an Bord bei Kraiburg gekentert war, wurde Wassernot 4 durch die ILS Traunstein alarmiert. Die Wasserretter der Wasserwacht Töging-Winhöring positionierten sich auf der Ebinger Insel, um abtreibende Personen aus dem Wasser retten zu können.
Der Einsatz konnte nach kurzer Zeit beendet werden, als klar wurde, dass alle treibenden Personen das Wasser selbständig verlassen hatten.
Am nächsten Morgen erfolgte eine Alarmierung wegen eines Hundes, der in Töging im Innkanal treiben sollte. Nach längerer Suche durch zwei Boote konnten lediglich zwei Biber und ein totes Reh festgestellt werden. Vermutlich hatte der Melder einen der Biber mit einem Hund verwechselt.

Pressebericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom 1. Juni 2021

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 1. Juni 2021

1.000 Stunden im Kampf gegen die Pandemie

23. Mai 2021

Mit dem heutigen Tag leisteten die Wasserwachtler aus Töging insgesamt 1.000 Stunden Dienst im Corona-Schnelltestzentrum in der Mehrzweckhalle. An bisher 44 Testtagen wurden 2.800 Schnelltests durchgeführt.
Hatte das Testzentrum anfangs nur tageweise geöffnet, wurden die Testzeiten schrittweise auf nunmehr tägliche Tests ausgeweitet. Das Corona-Schnelltestzentrum in Töging ist die einzige Bürgerteststelle im Landkreis Altötting, die täglichen Service anbietet.
Pro Schicht sind immer fünf oder sechs Wasserwachtler im Einsatz. Drei Kräfte kümmern sich um Anmeldung und Organisation, zwei Wasserwachtler führen die Abstriche in den neun Testkabinen durch und eine Einsatzkraft ist für die Desinfektion und Reinigung verantwortlich. Der hygienisch sichere Ablauf der Tests ist den Wasserwachtlern ein besonderes Anliegen.
Apotheker Wolfgang Lettl, der Betreiber des Testzentrums, bedankte sich bei allen 25 Wasserwachtlern, die Dienst im Testzentrum leisten, zur Feier des Jubiläums mit einem persönlichen Gutschein.

Landtagsabgeordneter besucht Testzentrum

21. Mai 2021

Der örtliche Landtagsabgeordnete Martin Huber hat in Begleitung von Bürgermeister Tobias Windhorst das Töginger Schnelltestzentrum besucht, um sich über die Arbeit vor Ort zu informieren.
Der Abgeordnete zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Ehrenamtlichen der Wasserwacht und bedankte sich für das große Engagement.

Reh im Innkanal – gerettet

15. Mai 2021

Die SEG der Wasserwacht Töging-Winhöring wurde erneut wegen eines Rehs an den Innkanal alarmiert.
Ein Radfahrer hatte beobachtet, wie direkt vor ihm das Tier aus dem Gebüsch gerannt und sofort in das Wasser gesprungen war. Daraufhin verständigte der Zeuge die Integrierte Leitstelle Traunstein über Notruf 112.

Nach kurzer Suche mit den beiden Rettungsbooten der Ortsgruppe konnte das Reh direkt vor dem Kraftwerk entdeckt werden. Es wurde von zwei Wasserrettern geborgen und an Bord geholt.

Nach Begutachtung durch einen verständigten Jäger war klar, dass sich das Tier nur geringfügige Verletzungen zugezogen hatte. Es wurde mit dem Einsatzfahrzeug in die Innauen gebracht und dort in die Freiheit entlassen.

Neben elf Einsatzkräften der Wasserwacht Töging-Winhöring waren auch die DLRG Mühldorf, die Feuerwehren Töging und Neuötting sowie zur Absicherung der Einsatzkräfte der HvO Töging und der BRK-Rettungsdienst vor Ort.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 17. Mai 2021

Video vom Einsatz

Reh kommt nicht mehr aus dem Innkanal

26. April 2021

Ein hilfloses Reh war das Ziel eines Einsatzes am frühen Morgen. Das Tier war in den Innkanal gestürzt und konnte das Gewässer nicht mehr selbständig verlassen. Mit dem Rettungsboot der SEG Töging wurde das Reh nach kurzer „Jagd“ aus dem Wasser gefischt und an den Jagdpächter übergeben. Auch die Feuerwehr Töging war vor Ort.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 27. April 2021

Kuh aus Innkanal gerettet

31. März 2021

Nachdem eine entlaufene Kuh im Bereich Altmühldorf in den Innkanal gestürzt war, wurde die SEG Töging zur Unterstützung alarmiert. Der Besatzung unseres großen Rettungsbootes gelang es, das Tier einzufangen und mit einer Leine zu sichern. Die Mannschaft ließ sich mit dem Tier zur nächsten Bootseinsetzstelle hinabtreiben, wo die Kuh von DLRG Mühldorf und Feuerwehr mit vereinten Kräften aus dem Wasser geholt wurde. Anschließend konnte das Tier vom Landwirt in Empfang genommen werden.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 3. April 2021

Pressebericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom 3. April 2021

Person schwimmt im Innkanal

30. März 2021

Die SEG Töging wurde zusammen mit weiteren Einsatzkräften an den Innkanal alarmiert. Gemeldet wurde eine im Wasser treibende Person im Stadtgebiet Mühldorf. Der Einsatz konnte nach kurzer Zeit beendet werden. Die Person wollte offensichtlich „nur im Innkanal schwimmen“, verließ das Wasser mit Hilfe eines Zeugen wieder und lief anschließend auf den nahe gelegenen Bahngleisen herum. Dort konnte die Person durch die Polizei in Gewahrsam genommen werden.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 31. März 2021

Pressebericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom 31. März 2021

Aus der Jahreshauptversammlung – Trotz Corona ein ereignisreiches Jahr

5. März 2021

Corona hat auch bei der Wasserwacht Ortsgruppe Töging-Winhöring seine Spuren hinterlassen – keine Schwimmkurse, nur wenige Ausbildungsmöglichkeiten und schwindende Einnahmen. Dennoch gestaltete sich das vergangene Jahr 2020 anders als erwartet, denn es endete mit einem Einsatzrekord. Davon berichtete Vorsitzender Martin Wiedenmannott unlängst in der virtuellen Jahreshauptversammlung.

35 Mitglieder hatten sich vor den Bildschirmen eingefunden, um die Berichte des Vorstandes zu hören. Die Neuwahlen waren bereits zuvor in einer kurzen Präsenzveranstaltung durchgeführt worden.

Martin Wiedenmannott berichtete von 27 Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe (SEG), dem Aushängeschild der Ortsgruppe. Nie zuvor hatte die SEG in ihrer 50-jährigen Geschichte so viele Alarmierungen zu verzeichnen. Dabei waren alle Arten von Einsätzen vertreten: Von treibenden Personen über eine Bootsbergung bis hin zu Tierrettungen und Totenbergungen waren die Anforderungen an die Einsatzkräfte groß. Einsatzschwerpunkt war wie in jedem Jahr der Innkanal mit alleine 14 Einsätzen. Die anderen Einsatzorte waren am Inn, an der Isen, am Isenkanal und an einem Bach. Mehr als 30 Aktive der Wasserwacht-Ortsgruppe stehen Tag und Nacht bereit, um zu Notfällen auf und am Wasser auszurücken. Alarmiert wird die Schnelleinsatzgruppe durch die Integrierte Leitstelle Traunstein.

Eine Besonderheit waren die im Frühjahr eingerichteten Bereitschaftsgruppen, die an Samstagen und Sonntagen in festen Gruppen im Dienst waren. Grund war der große Freizeitdruck, der im April wegen des schönen Frühlingswetters und der geschlossenen Badeanstalten entstanden war. So tummelten sich an den Wochenenden zahlreiche Spaziergänger und auch Schwimmer an den heimischen Seen und Flüssen. Die Bereitschaftsgruppen der Wasserwacht bestreiften an sieben Wochenenden die Flüsse und Seen rund um Töging und Winhöring.

Anders als üblich gestaltete sich im abgelaufenen Jahr der Dienst im Freibad Hubmühle. Vor der Öffnung des Bades im Juni hatte die Wasserwacht ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Dieses betraf nicht nur die Badegäste, die sich hilfesuchend an die Rettungsschwimmer der Wasserwacht wandten, sondern auch die Einsatzkräfte selbst. Durch die verkürzte Badesaison und die Einschränkungen bei der Mannschaftsstärke kamen im Freibad „nur“ 1.603 ehrenamtliche Wachstunden zusammen. Ein im Vergleich zu regulären Jahren etwa halbierter Wert. 144 mal leistete die Wasserwacht im Hubmühlbad Erste Hilfe, wobei zum Glück kein schwerwiegenderes Ereignis zu verzeichnen war.

Insgesamt summierten sich die Dienststunden auf 6.445. In einem „normalen“ Jahr leisten die Wasserwachtler um die 17.000 Stunden.

Auch im Bereich Ausbildung hat das Corona-Virus seine Spuren hinterlassen. So konnte im Jahr 2020 kein Anfängerschwimmkurs für Kinder angeboten werden, weil die Auflagen der Wasserwacht Bayern den Ortsgruppen-Verantwortlichen viel zu hoch erschienen. Vorsitzender Martin Wiedenmannott drückte seine Besorgnis über die weiter schwindenden Schwimmfähigkeiten der Kinder und Jugendlichen aus. Auch bei der Ausbildung der eigenen Einsatzkräfte gab es wegen kaum stattfindender Lehrgänge erhebliche Einschnitte. Immerhin eine Aktive konnte sich zur Wasserretterin qualifizieren, eine Aktive bestand die Prüfung zur Motorbootführerin und mit Michael Kammhuber hat die Ortsgruppe nun einen siebten Einsatztaucher in ihren Reihen. Überhaupt bildet das Rettungstauchen derzeit einen Ausbildungsschwerpunkt, denn weitere drei Wasserwachtler befinden sich in Ausbildung.

Recht schnell erkannte die Ortsgruppenleitung, dass neue Methoden der Ausbildung notwendig werden. So findet der wöchentliche Übungsabend bereits seit Herbst jeden Freitag online statt und wird von den Mitgliedern rege in Anspruch genommen. Auch praktische Themen, wie z.B. Wundversorgung, können auf diese Weise durchgeführt werden.

Beim Personalstand tritt die Ortsgruppe derzeit auf der Stelle. Zwar ist dieser mit momentan 279 Mitgliedern befriedigend, dennoch konnte aufgrund der Pandemie und fehlender Veranstaltungen kaum Mitgliederwerbung betrieben werden. Dies berichtete auch der scheidende Jugendleiter Korbinian Ebner in seinen Ausführungen. Seinen Angaben zufolge war es 2020 sehr schwierig, Kinder und Jugendliche für die Wasserwacht-Arbeit zu gewinnen. Gruppenstunden konnten nur in sehr geringem Umfang stattfinden, an ein Schwimmtraining war kaum zu denken. Gleichzeitig verließen einige Jungmitglieder wegen Alters die Jugendgruppe und gingen in die aktive Mannschaft über. So muss im Jahr 2021 besonderer Wert auf die Gewinnung von Neumitgliedern gelegt werden. Die neue Jugendleitung plant hierzu schon Aktionen, deren Durchführung aber von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängen.

Von einem sehr soliden Kassenstand berichtete Kassierin Petra Wiedenmannott. Zwar fielen durch den Entfall verschiedener Veranstaltungen wie z.B. des Töginger Stadtfestes etwa 5.500 Euro an fest eingeplanten Einnahmen weg, auf der anderen Seite mussten im Jahr 2020 aber auch kaum größere Investitionen getätigt werden. Dennoch mahnte die Kassierin, sich nicht wegen des guten Kassenstandes auszuruhen, denn im Jahr 2021 stehen große Investitionen in eine neues Einsatzfahrzeug, in die Renovierung der Einsatzzentrale und in neue Sonartechnik an.

Abschließend warf der Vorsitzende einen Blick in die nahe Zukunft. Im Jahr 2021 jährt sich zum fünfzigsten Mal die Gründung der Schnelleinsatzgruppe (SEG). Diese war im Jahr 1971 vom damaligen Wasserwachtleiter Reinhard Wiedenmannott als Reaktion auf verschiedene Unglücksfälle eingerichtet worden. Heute gibt es diese mobilen Einsatzgruppen bayernweit flächendeckend, doch vor 50 Jahren war eine solche Truppe eine Besonderheit. Die SEG Töging war eine der ersten mobilen Wasserrettungseinheiten in Bayern überhaupt. Um das Jubiläum gebührend zu begehen, plant die Ortsgruppe mehrere Veranstaltungen, die jedoch alle vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängen.

Pressebericht aus dem Alt-, Neuöttinger Anzeiger vom 16. März 2021

Pressebericht aus dem Mühldorfer Anzeiger vom 20. März 2021